Andrea Schelbert

Herzliche Willkommen bei Andrea Schelbert

Andrea Schelbert

Journalistin

Navigation mit der rechten und linken Pfeiltaste.

„Der Schweiss tropft, die Nerven liegen blank“

Share Button

Jessica Gismondi2Sie leidet für einen perfekten Körper: Bodybuilderin Jessica Gismondi aus Kriens trainiert 6 Mal pro Woche. Nun wurde die 22-Jährige zur Schweizer Meisterin in der Bikiniklasse gekürt. Die Kauffrau spricht über Sucht, Gesundheit und verrät, warum sie diese körperlichen Strapazen und Risiken auf sich nimmt. (mehr …)

Nach Suizid: „Warum hast du uns das an getan?“

Share Button

VaranoNiemand wusste, wie schlecht es Simon Varano wirklich ging. Der 21-jährige Luzerner entschloss sich, seinem Leben ein Ende zu setzen. Sein Suizid löste bei Familie und Freunden Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit aus.  Die Eltern Monica und Mario Varano erzählen, wie sie trotz des schlimmen Schicksals zurück ins Leben gefunden haben. (mehr …)

Wetterschmöcker: „Sie spüren nicht, wann es gefährlich ist“

Share Button

Peter Suter neu„Viele Menschen haben das Bewusstsein für die Natur weitgehend verloren“, sagt Wetterprophet Peter Suter. Die Natur zu spüren, war aber nicht immer ein Segen für ihn.

(mehr …)

Der Partner mit der super Schnauze

Share Button

Tobias Wiget2Der Drogenkoffer steht offen. Heroin, Kokain, LSD, Amphetamine, Thai-Pillen und Cannabis sind griffbereit. Tobias Wiget zieht sich Plastik-Handschuhe über. Er öffnet eine der Dosen und nimmt eine kleine Plastiktüte mit einem bräunlichen Stoff hervor. „Das ist Heroin. In seiner reinsten Form wäre das Pulver weiss“, erklärt er. Der Schwyzer wird für den Besitz dieser Drogen nicht bestraft. Denn Tobias Wiget, 36, gehört nicht zu den Menschen, die Drogen konsumieren. Er, der 1.86 Meter grosse Polizist mit den breiten Schultern steht auf der anderen Seite. Sein Ziel ist es, das illegale Drogengeschäft zu bekämpfen und damit Dealern und Konsumenten das Handwerk zu legen.

Und dann kommt sie, der Star auf vier Pfoten: Aïka Wind of the Prairies. Die Labradorhündin ist ein Profi auf ihrem Gebiet. Aika wurde von ihrem Führer Tobias Wiget zum Betäubungsmittelspürhund ausgebildet. Er und seine 7-jährige Hündin sind darauf spezialisiert, Betäubungsmittel zu finden. Bereits im Alter von 10 Wochen hatte man mit ihrer Ausbildung begonnen. Aïka wurde dabei minutiös auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet. „Sie lernte unter anderem verschiedene Umgebungen wie Strasse, Bus, Zug oder das Milieu kennen“, erklärt der Hundeführer. Dies, damit sie sich später bei der Arbeit auf unterschiedlichem Terrain wohlfühlen würde. Nicht nur die Hündin sondern auch Wiget war bei dieser Ausbildung gefordert. „Meine Aufgabe ist es, die Körpersprache von Aïka lesen zu können. Ich muss wissen, wann sie einen Geruch aufgenommen hat und wann wir einen Suche besser abbrechen. Meine Kollegen von der Kantonspolizei Schwyz müssen sich auf mein Feedback verlassen können.“

220 Millionen Geruchszellen
Aïka ist einer von zwei Betäubungsmittelspürhunden der Kantonspolizei Schwyz. Für diese ist die Hündin ein unverzichtbarer Helfer und ein wichtiges Einsatzmittel. Dank ihres enormen Geruchssinns ist sie in der Lage, geringste Mengen von Drogen aufzuspüren. Aïka besitzt rund 220 Millionen Geruchszellen, während wir Menschen über nur fünf bis sechs Millionen verfügen. Mit anderen Worten: Wenn die Geruchszelle eines Menschen so gross wie eine Briefmarke wäre, würde die Geruchszelle von Aïka der Grösse eines Fussballfeldes entsprechen.

Heroin sofort gefunden
Um die Talente seiner Hündin zu demonstrieren, versteckt Tobias Wiget 1 bis 2 Gramm Heroin auf dem Übungsgelände in einer Halle in Brunnen. Jetzt gilt es ernst. Der Polizist führt seine Hündin auf den Trainingsplatz. Er zeigt ihr das Spielzeug. „Sie weiss, dass sie damit spielen darf, wenn sie mit der Suche fertig ist“, erklärt der verheiratete Vater eines Sohnes. Aïka wartet auf das Kommando ihres Führers, blickt immer wieder zu ihm hoch. „Such“ ruft dieser endlich, worauf die 7-jährige Hündin sofort losrennt. Es dauert nur ein wenige Sekunden, bis sie das versteckte Heroin gefunden hat. Sie sitzt hin und zeigt mit ihrer Schnauze auf den Fund. Der 36-Jährige bestätigt ihren Erfolg. Er lobt Aïka ausführlich, streichelt ihr zärtlich übers Fell. Was dann folgt, ist ein amüsantes und eindrückliches Erlebnis: Die Labradorhündin kriegt ihr Spielzeug, an dem sie sich sofort festbeisst. Sie rüttelt und zerrt mit voller Kraft daran, während Wiget am anderen Ende festhält. Der Spieltrieb und die Freude der Hündin sind unübersehbar. Tobias Wiget strahlt ebenfalls.

Rund 100 Einsätze haben der Vierbeiner und ihr Freund 2014 geleistet. Manchmal wird das Team mitten in der Nacht aufgeboten. Weil Aïkas Fähigkeiten besser als jeder menschliche Suchtrupp sind, ist sie ein unverzichtbares Einsatzmittel. Die Labradorhündin hat schon für zahlreiche Funde und einige Verhaftungen gesorgt. „Im Kanton Schwyz werden mehr Drogen konsumiert als man meint“, sagt Tobias Wiget. Aïka begleitet den Gruppenleiter der Regionalen Bereitschaft aber auch auf Patrouille. Der 36-Jährige hofft, noch lange mit seinem vierbeinigen Partner arbeiten zu dürfen. „Das Wichtigste ist, dass wir beide am Abend gesund nach Hause kommen.“

„Der Zirkus hat mich stark gemacht“

Share Button

Nadjuschka Homjakova*Erfolgreich integriert: Nadjuschka Homjakova, 55, Lehrerin und Artistin, Immensee

Nadjuschka Homjakova (55) lebte ein aufregendes Leben als Zirkusartistin. Die Russin verrät, wie Wünsche wahr werden können.

Magische Momente durfte Nadjuschka Homjakova viele erleben. Ihre Augen leuchten, wenn sie von dieser Zeit erzählt. 15 Jahre lang hatte die russische Artistin aus Moskau im Zirkus gearbeitet. Schon als Mädchen wünschte sie sich, Zirkusartistin zu werden. „Ich glaubte damals, dass ich es nicht schaffen würde, weil ich aus keiner Zirkus-Dynastie komme. Doch wenn ein Wunsch fest in deinem Kopf und deiner Seele verankert ist, wird er in Erfüllung gehen“, ist die 55-Jährige überzeugt.

„Ein riesiges Geschenk“
Erst studierte sie in Moskau Philologie und Literatur, später entdeckte sie die Pantomime. Im Alter von 18 Jahren meldete sie sich bei der Moskauer Zirkusschule an. Das Aufnahmeverfahren war sehr schwierig, denn nur 35 der insgesamt 3000 angemeldeten Personen würden einen Platz in der Schule kriegen. Doch sie sollte es schaffen. „Ich hatte grosses Glück. Für mich war diese Chance ein riesiges Geschenk“, sagt Nadjuschka Homjakova. Es folgten 4 Jahre harte, intensive Ausbildung in Akrobatik, Choreographie, Jonglage, Gymnastik und Pantomime. „Ich habe gezeigt, was ich konnte. Der Zirkus hat mich stark gemacht. Ich habe dort Disziplin gelernt und viel Selbstbewusstsein gewonnen“, erklärt sie. Später durfte sie mit dem Zirkus Revue auf Welttournee gehen und viele Länder bereisen. „Der Zirkus hat eine magische Anziehung. Du fühlst die besondere Atmosphäre, du hörst den Applaus. Du weisst dass du vielen Menschen eine Freude machen kannst. Das ist ein wunderschönes Gefühl“, schwärmt sie.

Heute lebt Nadjuschka Homjakova ein ruhigeres Leben, weit weg vom Scheinwerferlicht und Manege. Vor 20 Jahren ist sie zusammen mit ihrem Ex-Mann in die Schweiz gekommen. In Immensee geniesst sie die Stille und die Natur. Hier, direkt am See, unterrichtet die Mutter einer erwachsenen Tochter ihre Schülerinnen und Schüler in Russisch. „Ich fühle mich in der Schweiz sehr gut. Natürlich haben die Schweizer andere Mentalitäten als wir Russen. Ich finde diese Unterschiede sehr spannend, weil ich so immer wieder Neues entdecken darf“, sagt die langjährige Zirkusartistin. Sie werde die Schweiz niemals kritisieren, weil es viel wichtiger sei, sich auf die Stärken und das Schöne zu fokussieren. „Hier in der Schweiz finde ich Harmonie und menschliche Wärme. Meine Wurzeln aber sind wohl überall. Das ist mir von der Zeit im Zirkus geblieben.“

„Russland braucht einen starken Mann“
Auch das Schweizer Politik-System schätzt die Russin. „Die Schweiz ist eines von wenigen Ländern, das nie Krieg geführt hat. Hier kann man sagen, was man denkt, und muss keine Angst vor Konsequenzen haben. Ich fühle mich in der Schweiz sehr sicher.“ In Russland sei dies anders. Viele Menschen würden unter Armut leiden und hätten keine Chance, ihre Situation zu verbessern. Fragt man die Russin nach Wladimir Putin, bleibt sie vorsichtig. Nicht die Politik, sondern die Kunst sei das, was sie wirklich interessiere. „Wenn ich aber in Russland bin, höre ich von meinen Verwandten, dass Putin sehr viel Gutes bewirkt hat. Natürlich macht er auch Fehler. Doch ich denke, dass Russland einen starken, intelligenten Mann braucht, der auch kämpfen kann.“ Inzwischen, so gesteht die erfahrene Zirkusartistin, habe sich in Russland vieles verändert, sodass ihre frühere Heimat auch für sie wie ein neues Land sei. Manchmal aber vermisse sie in der Schweiz die Leichtigkeit, die sie noch von der früheren Sowjetunion kenne. „Die Russen leben mehr nach ihrem Gefühl, während die Schweizer mehr denken und überlegen. Es gibt hier in der Schweiz so viele Regeln, die eingehalten werden müssen. Manchmal frage ich mich, wieso man gewisse Sachen nur auf eine Art und Weise und nicht auch anders machen kann.“

Nadjuschka Homjakova arbeitet mit verschiedenen Privatschulen zusammen und bildet die Lernfähigkeit der Kinder mit Pantomine, Jonglage und Koordinationsübungen aus. „Ich stelle fest, dass zahlreiche Kinder von Computer und Internet negativ beeinflusst werden. Sie sind sehr gestresst und haben Mühe mit dem Leistungsdruck.“ Das führe dazu, dass viele Schüler Probleme mit der Motorik oder der Sprache hätten. „Ich wünsche mir, dass die Kinder in Bewegung bleiben und sich wieder für die Natur begeistern können. Wir sollten darüber nachdenken, was für unsere Kinder wirklich wichtig ist.“

*Serie  “Erfolgreich integriert”

Integration schafft kleine Schritte in Richtung Chancengleichheit. Auch im Kanton Schwyz gibt es zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass Integration gelungen ist. Der „Bote der Urschweiz“ stellt darum in seiner Serie „Erfolgreich integriert“ Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen vor, die eingebürgert wurden. Sie erzählen, was sie dazu bewogen hat, ihre Heimat zu verlassen, und wie sie sich in der Schweiz fühlen.

Die Russin Nadjuschka Homjakova lebt seit 20 Jahren in der Schweiz. Im Oktober 2014 wurde sie erleichtert eingebürgert. „Ich habe mich vom ersten Tag an gut integriert. Ich halte es für sehr wichtig, die Sprache zu lernen. Am Anfang, als ich noch kein Deutsch konnte, habe ich viel gelacht und via Körpersprache kommuniziert“, erzählt die 55-Jährige. Sie rät Personen in einer ähnlichen Situation, neugierig zu sein und auf andere Menschen zuzugehen. „Es geht darum, interessiert am Gegenüber zu sein und positive Stimmung zu verbreiten. So wird die Integration schnell gelingen.“

Weitere Informationen zu Nadjuschka Homjakova und ihrer Russischen Sprachschule unter www.russisch-zentralschweiz.ch


 

Frohnatur mit Kampfgeist

Share Button

Saadia Da Cruz*Erfolgreich integriert: Saadia Da Cruz, 48, Fachfrau Gesundheit, Steinen

Saadia Da Cruz (48) liebt Chilbi und jodelt an Festen. Die Marokkanerin musste in der Schweiz aber auch kämpfen – vor allem wegen der Religionszugehörigkeit ihrer Familie. (mehr …)

„Ich bin mehr Schweizer als Deutscher“

Share Button

 

Detlef Drygala*Erfolgreich integriert: Detlef Drygala, 65, Rentner, Seewen/SZ

Schon als Primarschüler träumte Detlef Drygala (65) davon, in die Schweiz auszuwandern. Die Ankunft in der Schweiz war aber mit Aufwand verbunden. (mehr …)

Share Button

Persönlich:

In der Zentralschweiz am Sonntag erschienen.

Share Button

Porträts:

In der Neuen Schwyzer Zeitung und Zentralschweiz am Sonntag erschienen.

Die Liebe hat gesiegt

Share Button

Trudi und Ivan Vidmar.

*Erfolgreich integriert: Ivan Vidmar, 67, Berufsmusiker und Dirigent, Brunnen

Der Slowene Ivan Vidmar (67) suchte in Österreich sein Glück. Die Liebe sollte den Berufsmusiker jedoch auf neue Wege führen. (mehr …)