Andrea Schelbert

Herzliche Willkommen bei Andrea Schelbert

Andrea Schelbert

Journalistin

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Bye bye verrückter Freitag…

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Mangels Zeit und Interesse von Mitwirkenden habe ich mich entschieden, die Rubrik Freaky Friday zu beerdigen. Es war eine schöne, witzige und spannende Zeit.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer.

 

 

 

„Knochen kommen nicht in den Himmel!“

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Walter ImhofName: Walter Imhof

Alter: 56

Beruf: Primarlehrer

Zivilstand: Verheiratet

Wohnort:  Muotathal

Ungewöhnliche Information über mich: Obwohl ich damals die Ausbildung zum Primarlehrer gemacht habe, bestand meine Absicht nicht darin, Lehrer zu werden.

Was wäre dir lieber: 7 Tage lang nur Wodka trinken zu dürfen oder 5 Tage deinen Schülern Schulunterricht nur mit Zeichensprache zu geben?
Walter: Natürlich 5 Tage meine Schüler mit Zeichensprache zu unterrichten, da besteht die Chance, dass ich das überlebe!

Haben wir ein prähistorisches Schulsystem?
Walter: Das kann ich so nicht beantworten, ich war in prähistorischer Zeit noch nicht Lehrer. Allenfalls gibt es aber heute Schulsysteme, die prähistorisch anmuten.

Bär und Wolf abschiessen: Richtig oder nicht?
Walter: Nein, die waren schon lange vor uns da und werden auch lange nach uns noch da sein, wenn wir nicht alles vermasseln.

Wie viele Küsse bekommt deine Frau von dir pro Woche?
Walter: Küsse in ausreichender Anzahlt, ich schätze so 20 – 30.

Was wäre dir lieber: Dich im Jenseits mit einem Bär zu unterhalten oder die Möglichkeit zu haben, während 10 Tagen im Steinzeitalter zu leben?
Walter: Auf jeden Fall 10 Tage mit Steinzeitmenschen leben. Was im Jenseits passiert interessiert mich einerseits nicht und andererseits kann ich mich auch in einem Zoo mit einem Bären unterhalten.

Hyperaktiven Kindern Ritalin abgeben: Sinnvoll  oder nicht?
Walter: Es kann bei richtiger Abklärung und Anwendung sinnvoll sein. Ansonsten bin ich für eine drogenfreie Schule.

Gnom Bumjo Wutzepiff taucht eines Morgens bei dir zuhause auf. Er macht dir ein verlockendes Angebot: Er hilft dir dabei, alle wichtigen Knochen, die auf Muotathaler Boden liegen, zu finden. Du musst aber anschliessend das Muotathal mit deiner Familie für immer verlassen. Deal?
Walter: No deal!

Was wäre dir lieber: Von einer Python getötet und gefressen zu werden oder auf einer Safari von einem Rudel Löwen zerfleischt zu werden?
Walter: Da ziehe ich die Löwen vor, das führt unter Umständen schneller zum Tod als von einer Phyton erwürgt zu werden.

Was passiert deiner Meinung nach mit den Tieren, nachdem sie sterben?
Walter: Da sie ja wohl keine Seele haben, wird also nur der natürliche Zersetzungsprozess den Körper vernichten und wie ich feststellen konnte, kommen Knochen, auch diejenigen von Menschen, nicht in den Himmel!

Was wäre dir lieber. Dich 30 Minuten wie ein Squashball im Einsatz zu fühlen oder zu erleben, wie es ist, als Butter in der Bratpfanne gebraten zu werden?
Walter: Da würde ich es vorziehen, in der Bratpfanne zu schmelzen und als Grundlage einer aromatischen Nahrungszubereitung zu dienen.

Auf welchen Fund wartest du schon lange?
Walter: Auf menschliche Knochen, sie sollten allerdings alt sein und nicht von einem Mord oder Unfall aus heutiger Zeit stammen.

Was wäre dir lieber: Mit Daniela Katzenberger 3 Tage ein Höhlentrekking zu machen oder Schwester Scholastica vom Frauenkloster Muotathal die Beichte abzulegen?
Walter: Eine Beichte bei Schwester Scholastica abzulegen wäre bestimmt weniger anstrengend und schneller vorbei.

Was kann ein Bärenknochen besser als du?
Walter: Die Jahre überdauern.

Was lehren dich deine Schüler?
Walter: Geduld.

Wie ist das Gefühl wenn du einen besonders wichtigen Fund entdeckt hast?
Walter: Absolut super und es macht süchtig.

Wann warst du zuwenig forsch?
Walter: Bei der Annahme dieses Interviews 🙂

Was wäre dir lieber: Wenn die ganze Welt von deiner schlimmsten Charaktereigenschaft erfahren würde oder von jetzt an nie wieder Brot und Fleisch essen zu dürfen?
Walter: Ich esse gerne Brot und Fleisch und dafür könnte die ganze Welt meine schlimmsten Charaktereigenschaften erfahreen.

Welche Veränderung würdest du dir im Schulsystem wünschen?
Walter: Die Kinder länger Kinder sein lassen, sprich nicht so früh einschulen!

Was ist für dich die spannendste Erkenntnis, die du dank deinen Funden über unsere Vorfahren weisst?
Walter: Dass Leute während Jahrtausenden das Muotatal durchstreift haben und der erste vielleicht ein „Hofer“ war.

Wann hast du letztmals in deinem Leben eine sehr traurige Erfahrung gemacht?
Walter: Beim Tod meines Vaters.

Inwiefern hat dein Hobby als Knochenjäger dein Leben verändert?
Walter: Insofern, dass ich gelernt habe sehr seriös und fundiert zu arbeiten.

Wie oder womit werden deine Schüler bestraft, wenn sie nicht gehorchen?
Walter: Mit einer Kombination von Schreib- und Wortartenübung.

Was wäre dir lieber: 3 Tage ins Koma zu fallen oder 12 Tage im Höllloch ohne Proviant eingeschlossen zu werden?
Walter: 3 Tage ins Komma zu fallen, daraus wache ich wieder auf. 12 Tage ohne Proviant im Höllloch wären mir zu riskant.

Was haben dich die Höhlen gelehrt?
Walter: Vorsichtig zu sein.

Was wäre dir lieber: Mit 62 den Fund deines Lebens zu machen und einen Tag später an Herzversagen zu sterben oder gesund alt zu werden, jedoch nie wieder nach Knochen suchen zu dürfen?
Walter: Jeder Fund ist wichtig und den Fund des Lebens habe ich in der Meinung schon oft gemacht. Also lieber ohne Knochensuche weiterleben. Ich werde sowieso älter.

Hinweis: Das neue Buch „Die ersten Muotataler – Spuren ur- und frühgeschichtlicher Jäger und Hirten aus Höhlen und Balmen“ von Walter Imhof ist soeben erschienen. Das Buch ist im Verkehrsbüro Muotathal oder bei Walter Imhof, Hauptstrasse 154, 6436 Muotathal, hofers_walter57@hotmail erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wenn ich wüsste, was ein wilder Pfarrer tut…“

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Irene HuwylerName: Irene Huwyler

Alter: 35

Beruf: Weinhändlerin, Hausfrau

Zivilstand: verheiratet

Wohnort: Rickenbach

Ungewöhnliche Information über mich: Da ich schon früh gerne Wein getrunken habe und mich interessierte, wie Trauben zu Wein werden, habe ich mit 21 beschlossen, eine Winzerlehre zu absolvieren.

Was wäre dir lieber: Dass es in deinem Haus spukt oder dass du in ganz Schwyz als Hexe bezeichnet wirst?
Irene: Dann werde ich halt als Hexe bezeichnet… Im Notfall könnte ich ja immer noch nach Muotathal auswandern!

Mit wem hast du am meisten gemeinsam: Mit einem lustigen Bettler, einer traurigen Psychologin oder einem wilden Pfarrer?
Irene: Wenn ich wüsste, was denn ein wilder Pfarrer tut, dann habe ich vielleicht mit ihm am meisten gemeinsam.

Wäre Dein Leben ein Wein, welche Aromen würde er beinhalten?
Irene: Auf jeden Fall wäre der Wein harmonisch! Er würde nach reifen Früchten wie beispielsweise Zwetschgen duften, im Gaumen wäre er fruchtig, leicht herb mit kräftigem Körper.

Wie viel Wein ist nötig, bis Du betrunken bist?
Irene: Das habe ich schon länger nicht mehr getestet… Etwa eine Flasche?

Was ist das Schlimmste, das du betrunken gemacht hast?
Irene: Ist diese Tat nach über 15 Jahren verjährt? Auf dem Bahnhofsperron einer Schweizer Stadt musste ich mich in den Abfalleimer übergeben. Das ist mir heute noch peinlich. An diesem Abend habe ich aber keinen Wein getrunken.

Was hast du mit einem Schaf gemeinsam?
Irene: Ich esse und kaue sehr langsam.

Du darfst für eine Stunde lang als magische Fee die Welt verändern. Du musst dich aber für einen Kontinent entscheiden. Was bewirkst du?
Irene: Regen in der Sahara. 

Du bist bei Indianern zu Gast. Da sagt der Medizinmann plötzlich, dass du eine Verräterin bist und man dich an den Pfahl binden und später skalpieren soll. Wie befreist du dich aus dieser Situation?
Irene: Ich atme dreimal tief durch. Dann kommt mir Kasperlis Geschichte von der Hexe Hinkebein in den Sinn: In dieser gibt Kasperli den beiden Räubern Holderi und Polderi so viel vom süssen Wein, dass diese einschlafen und er abhauen kann…

Was nervt dich tierisch in der Schweiz?
Irene: Dass wir in einem super Land leben dürfen und gewisse Menschen doch immer was zu motzen haben.

Was  hast du ausprobiert und wirst es nie wieder machen?
Irene: Kiffen.

Wann im Leben hast du besonders viel Courage beweisen?
Irene: Als ich meinen Mann geheiratet habe.

Was wäre dir lieber: Zwei Monate in Bolivien Schuhe zu putzen oder 4 Monate im Zirkus Knie den Clown zu spielen?
Irene: Als dumme Augustine im Zirkus stelle ich mir noch lustig vor.

Was ist die schwierigste Frage, die dir deine Kinder bisher gestellt haben?
Irene: Wie lange muss die Leiter sein um in den Himmel zu kommen? 

Was wäre dir lieber: In Grönland auf Waljagd zu gehen oder bei Exit einen Sterbenden zu begleiten?
Irene: Im ersten Moment strebe ich beides nicht an. Aber Letzteres wäre sicher eine eindrückliche Erfahrung.

Ein Flüchtling aus Eritrea steht vor deiner Haustür. Er bittet dich um ein warmes Essen und ein paar Kleider. Wie reagierst du?
Irene: Meinem Naturell getreu wohl skeptisch. Wenn mein Mann zu Hause ist, würde der Flüchtling wohl beides bekommen.

Beichten in der Kirche: Sinnvoll oder nicht?
Irene: Eigentlich zu spät wenn es nötig ist.

Armee abschaffen: in Angriff nehmen oder nicht?
Irene: Theoretisch ja.

Den Kindern im Kindergarten von der Sexualität erzählen: Machen oder nicht?
Irene: Machen.

Fremdgehen in der Ehe: Verzeihen oder nicht?
Irene: Nein.

Den Müll rausbringen: Männersache oder nicht?
Irene: Das ist bei uns meistens Frauensache.

Wie viele Nummern sind in Deinem Handy, Smartphone oder I-Phone gespeichert?
Irene: Ich glaube 321, vielleicht noch eine mehr.

Wo hat dein Mann um deine Hand gehalten?
Irene: Vor dem Christbaum.

Beschreibe deine Glaubensvorstellungen in drei Sätzen.
Irene: Ich glaube an Gott. Ich versuche nach den christlichen Grundwerten zu leben. Den Glauben leben findet für mich nicht (nur) in der Kirche statt.

 Vervollständige den Satz: Die Kraft der Liebe….
Irene: … ist das Rezept für ein langes, friedliches Leben.

Vervollständige den Satz: Der Tod ist…
Irene: … der Schlusspunkt auf ein hoffentlich erfülltes Leben.

 Weitere Informationen zur Winzerin Irene Huwyler unter www.irenehuwyler.ch

Der Dschungelgott kriegt Noemis Haare nicht

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Name: Noemi A. Madian 

Alter: Glücklich

Beruf:  Unternehmerin

Wohnort: Schweiz, Frankreich und Ägypten  

Ungewöhnliche Information über mich: Nah am Wasser gebaut, wenn weltweit irgendwo Nationalhymnen gespielt werden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas wäre dir lieber: Dich im dunklen Wald zu verlaufen und von einem Gnom gerettet zu werden oder mit einer sprechenden Gans ein Hörbuch zu veröffentlichen?
Noemi: Ein entzückendes Projekt, mit einer sprechenden Gans ein Hörbuch zu veröffentlichen. Ich bin begeistert!

Du verliebst dich in einen Indianer. Als Zeichen der Liebe möchte er dir alle Haare abschneiden und diese dem Dschungelgott opfern. Wie reagierst du?
Noemi: Einem Indianer begegnete ich tatsächlich vor 23 Jahren. Verliebt habe ich mich nicht. Ich lasse mir meine Haare nicht abschneiden, selbst wenn ich mich verliebt hätte.

Was ist für dich der Sinn des Lebens?
Noemi: Den Mut haben, das eigene Leben zu leben. Nur das Miteinander führt zum erfolgreichen Ziel.

Du wachst auf, rund herum dich sind ausserirdische Wesen. Die Situation ist friedlich, doch die Ausserirdischen sprechen deine Sprache nicht. Was tust du?
Noemi: Ich freue mich, Ausserirdischen zu begegnen und höre mit meinem Herzen hin. Es ist die einzige Sprache, die keiner Worte bedarf und die über alle Grenzen hinweg verstanden wird.

Welche Begegnung mit Tieren hat dich berührt?
Noemi: Als mein Ehemann starb, war ich oft bei meinen Nachbarn eingeladen, die gleich um die Ecke wohnten. Jedes Mal holte mich ihre Hündin „Lady“ vor meiner Haustüre ab und begleitete mich anschliessend wieder nach Hause. Ich war sehr gerührt und glücklich über meine treue Begleiterin.

Eine Million im Lotto gewinnen: Erstrebenswert oder nicht?
Noemi: Ja, um Gutes zu tun. Doch das, was mein Leben wirklich ausmacht, ist frei erhältlich.

Du bist bei einem Unfall völlig überraschend gestorben. Kleopatra, Bruce Lee und Diana erwarten dich im Jenseits. Alle drei wollen dir zeigen, was sie dort gelernt haben. Du kannst dich jedoch nur für eine Person entscheiden. Wen wählst du?
Noemi: Da ich seit 21 Jahren auch im Nahen und Mittleren Osten wohne und arbeite, wähle ich Kleopatra. Sie ist eine sagenumwobene, kluge und herausragende Frauengestalt.

Was wäre dir lieber: 10 Jahre in China Tee zu ernten oder 10 Jahre in einem ehemaligen Konzentrationslager im Polen Führungen zu leiten?
Noemi: 10 Jahre in China Tee zu ernten. 

Wann hattest du letztmals Liebeskummer?
Noemi: Das ist noch etwas frisch. Ich halte Ausschau und hoffe, dass bald rettendes Land in Sichtweite ist.

Du bist beruflich auch in Ägypten tätig. Was war das Schönste, das du dort erlebt hast?
Noemi: Der Respekt, den ich als Frau und Andersgläubige erlebe und die persönliche Anteilnahme und Unterstützung durch meine Geschäftspartner, die ich bei Schicksalsschlägen erfahren habe. Mein Herz weint, wenn ich sehe, was in meinem geliebten Ägypten geschieht.

Was wäre dir lieber: Bis an dein Lebensende im Gesicht ganz viele Pickel zu haben oder 5 Jahre ohne Augenlicht zu leben?
Noemi: Mit sehr viel Respekt wähle ich, 5 Jahre ohne Augenlicht zu sein. Denn ich bin sicher, dass ich danach mein Leben aus einer anderen Perspektive wahrnehmen und leben werde.

Was macht dich stolz?
Mein Lebensplan wurde durch Schicksalsschläge öfters gründlich auf den Kopf gestellt, manchmal über Nacht. Mag es auch noch so herausfordernd gewesen sein, ich habe nie aufgegeben.

Steven Spielberg bietet dir eine Hauptrolle in seinem neuen Film an. Du musst dabei mit einer Python in einem Swimmingpool baden und durch einen Tunnel kriechen, in dem viele Mäuse und Fledermäuse leben. Deal?
Noemi: Steven Spielberg – ich bin dabei! Das Kriechen liegt mir definitiv nicht, deshalb wird die Szene im Tunnel umgeschrieben. Vor Drehbeginn lasse ich mir professionelle Tipps geben, wie mit der Python umzugehen ist.

Weitere Informationen zu Noemi Madian und ihrer Arbeit unter www.madian-international.eu

 

 

 

 

 

 

 

Von Tingel-Tangel-Sue und der Lust auf Liebe

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Name: Max Greuter

Alter: 67

Beruf: Rentner

Zivilstand: verheiratet

Wohnort: Winterthur

Ungewöhnliche Information über mich: Ich fühle mich wie 47.

Wenn du eine Kochschürze wärst, wie würdest du aussehen?
Max: Sauber, frisch und vertrauenswürdig.

Würdest du einen Computer heiraten, welchen würdest du wählen?
Max: Nein, er ist mir zu genau.

Welche Bedeutung hat Sex im Alter?
Max: Eine grössere im Kopf als in der Realität.

Wie erlebst du den Prozess des Älterwerden?
Max: Da mir bewusst wird, dass das Ende näher kommt, nehme ich das Leben nicht mehr so ernst.

Was in deinem Leben hast du viel zu oft verdrängt?
Max: Die Lust auf Liebe.

Was können Computer besser als du?
Max: Sie sind geduldiger.

Max GreuterWas wäre dir lieber: Dich einen Tag als I-Phone zu fühlen, auf dem andauernd herum gedrückt wird oder 3 Tage lang alle Buchstaben, die im Words und Pages eingegeben werden, in deinem Kopf zu hören?
Max: I-Phone, da ich es liebe, wenn an mir herum gedrückt wird.

Welche besonderen Erfahrungen sammelst du als Rentner?
Max: Ich fühle mich richtig frei.

Teile mit uns eine Weisheit, die du erst im Alter von über 60 Jahren gelernt hast.
Max: Man kann auch im Alter mit der modernen Technik problemlos zurecht kommen.

Wie viele Tabletten nimmst du im Monat?
Max: 31 für den Blutdruck.

Ist der Freitod durch Exit eine Option für dich?
Max: Da ich ein Feigling bin eher nicht.

Wie oft im Jahr denkst du ans Sterben?
Max: Sicher mehr als früher.

Wenn du auf deine Ehe zurück blickst: Was haben deine Frau und du besonders gut gemacht?
Max: Wir haben uns Freiräume gelassen.

Was wäre dir lieber: Als Bakterie eine eintägige Reise in den Körper eines Menschen zu machen oder für einen Tag die Fähigkeit zu haben, alle Menschen bedingungslos zu lieben?
Max: Da ich unmöglich alle Menschen lieben kann und will, bin ich lieber eine Bakterie.

Wie oft hast du dich während deiner Ehe verliebt?
Max: Oft.

Wie oft hast du deiner Frau davon erzählt?
Max: Da es selten etwas Ernstes war nie.

Wahrheit im Leben: von grosser Bedeutung oder nicht?
Max: Ich denke ja. Ich hasse es, wenn ich angelogen werde.

Mit was in deinem Leben nimmst du es nicht so genau?
Max: Vielleicht mit der gesunden Ernährung.

Was wäre dir lieber: 30 Minuten mit dem Verstorbenen zu kommunizieren, der dir am meisten bedeutet oder während eines ganzen Monats von allen Menschen, denen du begegnest, Komplimente und Liebe geschenkt zu bekommen?
Max: Da ich nicht an ein Jenseits glaube, nehme ich lieber das Geschenk der Liebe an.

Bär Pliffo aus Kanada ruft dich an. Er möchte, dass du nach Goldau in den Tierpark reist und dort den Bären Takis und Arko via Telepathie Grüsse von ihm ausrichtest. Wie reagierst du?
Max: Ich würde ihm sagen, dass ich für so einen Bullshit keine Zeit habe.

Die kleine Fee Tingel-Tangel-Sue besucht dich nachts in deinem Schlafzimmer. Sie nimmt dich mit auf eine Reise ins Jenseits. Was erlebst du dort?
Max: Max: Sofern es ein Jenseits gäbe, würde ich meinen verstorbenen Bruder treffen.

Erzähle uns bitte in wenigen Sätzen von einem verrückten Traum.
Max: Das ist eher ein Albtraum: Ich rücke ins Militär ein und merke unterwegs, dass ich das Gewehr oder einen Teil der Klamotten vergessen habe.

Wann oder warum würde es sich lohnen, deine Gespräche von der NSA abzuhören?
Max: Wenn ich über die Stadtverwaltung fluche.

Was wäre dir lieber: Für eine Woche den sexy Körper eines 20-Jährigen zu haben oder dass dir deine Frau an deinem Geburtstag eine Nacht mit der heissesten Frau deiner Wahl schenkt?
Max: Da mein Körper heute noch sexier als von vielen 20 jährigen ist, bleibt mir nur die heisse Nacht übrig.

Wann in deinem Leben hast du besonders viel gebetet?
Max: Ich bete nie.

Welche Zutat zum Kochen vergisst du immer wieder einzukaufen?
Max: Zwiebeln.

Beschreibe deine Art zu lieben mit drei Gewürzen.
Max: Chilipfeffer, Salz und Zimt.

Welche Eigenschaft würdest du gerne im Falle einer Wiedergeburt ins nächste Leben mitnehmen?
Max: Mein Einfühlungsvermögen.

Welcher Abschied hat dich besonders berührt?
Max: Als ich mich von meinem jüngeren Bruder für immer verabschieden musste.

Was wäre dir lieber: Eine Woche lang Kinder, die an Aids sterben, in den Tod zu begleiten oder die Menschen in Japan ehrlich und völlig offen über das ganze Ausmass von Fukushima aufzuklären?
Max: Da ich denke, dass die Japaner ziemlich genau wissen was abgeht, begleite ich lieber die kranken Kinder.

Wann in deinem Leben warst du besonders konsequent?
Max: Ich bin nicht besonders konsequent; vielleicht als ich meiner Frau gesagt habe, dass ich nur 1 Kind will und sie dann Zwillinge in die Welt gesetzt hat.

 

„Minuten der Todesangst!“

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Madlen BrücknerName: Madlen Brückner

Alter:  37

Beruf:  irgendetwas mit Kommunikation

Zivilstand: laut Ausweis ledig, dabei belasse ich es

Wohnort:  Berlin

Ungewöhnliche Information über mich: Ich esse gern mit den Händen.

Wenn dein Herz eine Weltkugel wäre, wo müsste man landen, um dich emotional zu berühren?
Madlen: Zwischen dem 4. südlichen und 12. nördlichen Breitengrad liegt es – erst war es Venezuela, der Bann der ersten Liebe, heute ist es Kolumbien.

Wie sieht es aktuell in deiner Innenwelt aus?
Madlen: Wenn man plötzlich ab Mitte Dreißig bei jedem Arztbesuch die Frage gestellt bekommt, wie es mit einem Kind aussieht und erwartet wird, dass man heiratet, fragt man sich irgendwann: bin ich wirklich anders?

Was triffst am besten auf dich zu: Lustig und lieb, frech und impulsiv oder hilfsbereit und offen?
Madlen: In vertrauter Atmosphäre frech und impulsiv, ansonsten ruhig und beobachtend.

Wen möchtest du im Jenseits treffen: Lady Diana, Michael Jackson oder Ernest Shackleton?
Madlen: Ernest Shackleton.

Bear Grylls möchte mit dir eine Staffel „Ausgesetzt in der Wildnis“ drehen. Wie viele Tage wirst du es mit ihm aushalten?
Madlen: 
Ausgesetzt in der Wildnis klingt gut, aber ohne militärischen Drill bitte.

Wie verhältst du dich in persönlichen Krisen?
Madlen: Rückzug ist meine beste Strategie – früher habe ich dann gemalt, später begann ich mit Schreiben. Das hilft.

Wovor hast du auf Reisen am ehesten Angst: Flugzeugabsturz, Busunfall oder Raubüberfall?
Madlen: Als ich im Monsterbus oder im Matatu auf einer Serpentinenstraße in Uganda saß, war es der Busunfall. Als ich über dem Atlantik acht Stunden unter Schweißperlen zitterte, weil der Flieger kurz vorm Absturz stand, war es der Flugzeugabsturz. Und Raubüberfälle, ja, auch diese Angst ist seit einem Vorfall in Kapstadt realer geworden. Aber generell halten sich alle Ängste in Grenzen.

Wovon hättest du gerne mehr im Leben?
Madlen: 
Reisen.

Wie viele Stunden im Monat bist du online?
Madlen: Ich würde sagen, dass ich nur im Schlaf und beim Sport offline bin.

Wann, wie und wo hat es zwischen dir und deinem Freund gefunkt?
Madlen: Ich bin Bloggerin, online natürlich.

Welches war eine wichtige Erkenntnis, die du im Ausland gewonnen hast?
Madlen: Man nimmt plötzlich seine Heimat und den Wert der Natur anders wahr. Ich war ein Stadtkind und plötzlich entdeckte ich auf meinen Reisen die Natur wieder.

Wo außerhalb Deutschlands hast du am meisten Tabletten geschluckt?
Madlen: In Ägypten hatte ich mit schwerer Diarrhoe zu kämpfen.

In welchem Land hast du einen magischen Moment erlebt?
Madlen: Das Feuer entfachte so richtig in Venezuela: Karibik, Anden, Llanos – ein Highlight jagte das nächste. Aber noch etwas passierte – hier begann sich das Gefühl in meinem Körper auszubreiten, das mich inzwischen vollkommen ergriffen hat – das Dschungelfieber!

Es gibt Menschen, die behaupten, wer viel reise, fliehe vor der Realität. Wie denkst du darüber?
Madlen: Reisen ist auch Realität, vielleicht eben eine etwas andere. Reisen ist aber auch eine Sucht. Der eine liebt Computerspiele, der andere dicke Autos und ich das Reisen.

Sollten alle Menschen Vegetarier werden?
Madlen: Jeder beantwortet das für sich selbst. Ich bin seit 22 Jahren Vegetarierin aus voller Überzeugung. Doch deshalb bin ich nicht besser oder schlechter als andere Menschen.

Was können Brasilianer besser als Europäer?
Madlen: Klangvoll reden. Jeder Satz ist Musik.

Wann hast du auf Reisen eine gefährliche Situation erlebt?
Madlen: In Kapstadt wurde in meine Wohnung eingebrochen. An einem Sonntagmorgen begegnete ich im Flur zwei Männern mit Pistole. Es folgten Minuten der Todesangst! Nach diesem Erlebnis bin ich schnell wieder gereist – auch nach Afrika. Das war das Beste, was ich tun konnte.

Wo hast du am meisten Sachen oder Geld verschenkt?
Madlen: In Uganda. Da lebt unser Patenkind und wir hatten dort auch ein eigenes Projekt.

Was wissen die meisten Menschen nicht von Berlin?
Madlen: Dass die Winter nicht so schlimm sind.

In welchem Bereich möchtest du deinen Horizont noch erweitern?
Madlen: 
Sprachen, der Schlüssel zu anderen Kulturen. Aber das fällt mir immer schwerer.

Wo hat dein Magen am meisten gelitten?
Madlen: Ich bin reisekrank. Dadurch übergebe ich mich regelmäßig unterwegs.

Was würdest du auf Reisen niemals tun?
Madlen: Mich in einer Hotelanlage zwei Wochen all inklusiv einbuchen.

In welchem Land hast du extrem wenig geschlafen?
Madlen: In Deutschland. Als ich von meiner mehrmonatigen Reise aus Südamerika zurückkam, war ich dauerwach. Diese Schlafstörungen haben monatelang angedauert.

Weitere Informationen zu Madlen Brückner sind unter www.puriy.de zu lesen.

 

 

Wo sich die Seele von Doktor Wimmer versteckt

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Dr. JohannesName: Johannes Wimmer

Alter: 30  


Beruf: Arzt


Zivilstand: Verheiratet, Daddy  


Wohnort: Hamburg


Ungewöhnliche Information über mich: Meine Lebensplanung geht nur bis zum 38. Lebensjahr

Was ist das Schrägste, das du als Arzt erlebt hast?
Johannes: 
Das Messer, mit dem eine Gang in Kapstadt ein Mitglied einer anderen Gang abgestochen hat, nach der Operation an seinen ursprünglichen Besitzer zurück zu übergeben.

Wie viele Patienten sind bei dir schon gestorben?

Johannes: Ich habe, um es mit einem alten Chirurgenwitz zu sagen, noch keinen Friedhof voll gemacht.



Was sagt deine Ex über dich?
Johannes: 
“Johnny, Du bist ein verrücktes Huhn!“

Welchem deiner Organe geht es gesundheitlich am schlechtesten?

Johannes: Meinem Magen – da versteckt sich irgendwo meine Seele und die macht ab und zu Kummer.

Die italienische Mafia ist hinter dir her. Silvio Berlusconi wird das Problem für dich lösen, wenn du ihm deine beste Freundin für eine Nacht ausleihst. Deal?

Johannes: Ich würde mir die Beine rasieren und die Nacht selber antreten!

Du hast als Student Leichen sezieren müssen. Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht?

Johannes: Menschliches Gewebe ist der Kunststoff Gottes.



Wie viele Tabletten schluckst du pro Jahr?
Johannes: 
250 Pillen – aber nicht alle auf einmal.




Welches Erlebnis hat dein Leben gravierend verändert?
Johannes: 
Als Kind meinen Vater vor meinen Augen sterben zu sehen.

Vervollständige den Satz: Mit Fidel Castro…
Johannes: … 
würde ich ein Foto machen, auf dem wir beide den gleichen Trainingsanzug tragen.

Was wäre dir lieber: 36 Stunden lang üble Horrorfilme zu schauen oder dich bei einem Experiment von 1000 Mücken stechen zu lassen?

Johannes: Die Mücken! Ich bekam schon einmal knapp an die hundert Mückenstiche in einer Nacht – eine dankbare Erfahrung.



Was wäre dir lieber: Angela Merkel eine Stunde lang den Rücken zu kraulen oder Harald Glööcklers Schlafzimmer aufzuräumen?

Johannes: Harald Glöcklers Schlafzimmer ist bestimmt sehr aufgeräumt, nach 5 Minuten Arbeit wäre die Sache erledigt und ich würde mit ihm ein wenig plaudern.

Wie viele Patienten haben sich über dich beschwert?
Johannes: 
Bisher keine offizielle Beschwerde! Aber als Student haben sich die Krankenschwestern öfters über mich aufgeregt.

Hast du schon mit toten Patienten kommuniziert?
Johannes: 
Ja. Ich denke, dass der Umgang mit dem Körper eines verstorbenen Menschen auch eine Art der Kommunikation ist – und wenn nur mit sich selbst. 

Der Tod: Das Ende oder nicht?
Johannes: 
Ich hoffe auf eine große Party, viel Zeit und universelles Wissen.

Wann hast du letztmals erbrochen?

Johannes: Bei der Hochzeit meiner Schwester.



Was erträgst du nur in homöopathischen Dosen?

Johannes: Langeweile!

Ärzte sind oft nicht so brav, wie viele meinen. Welche Laster hast du?
Johannes: 
Wenn auf einer Party die Sau raus will, dann muss sie raus. Das passiert etwa zwei Mal im Jahr.



Was im Leben macht dich glücklich?
Johannes: 
Das Gefühl mit anderen Menschen gemeinsam etwas erreicht zu haben.



Ein guter Freund von dir ist unheilbar krank. Sein grösster Wunsch ist, endlich sterben zu dürfen. Er bittet dich, ihm ein Medikament zu besorgen und Sterbehilfe zu leisten. Wie reagierst du?

Johannes: Mit einem langen Gespräch und einer Entscheidung, die unter uns zwei bleibt. 

Was kann ein Schamane besser als du?

Johannes: Nonverbal kommunizieren.

Weitere Informationen zu Doktor Johannes Wimmer und seinen aufschlussreichen Videos unter www.doktor-johannes.de

„Man beschimpft und streichelt die Bombe“

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OName: Thilo

Alter: 44

Beruf: Maschinenbauingenieur, Autor

Zivilstand: verheiratet

Wohnort: Mecklenburg

Ungewöhnliche Information über mich: Ich bin ganz gewöhnlich auf diese Welt gekommen, glaube ich.

Was haben du und ein Panda gemeinsam?
Thilo: Das Gewicht.

Wann hattest du letztmals eine große Sinnkrise?
Thilo: Da bin ich wohl mitten drin. Ich glaube ich brauche sie um zu schreiben.

Was wäre dir lieber: Eine Eule zu töten und zu essen oder dir den linken Frontzahn ziehen zu lassen und drei Tage mit Zahnlücke herum zu laufen?
Thilo: Schmecken Eulen denn? Stehen Eulen nicht unter Naturschutz? Mein Frontzahn – wer genau hinschaut, erkennt eine riesige Lücke zwischen den beiden vorderen – mein optisches Markenzeichen, gilt das als Obolus, um die Eule zu retten? Bitte!

Was wäre dir lieber: Von einer fremden Frau im Supermarkt angemacht zu werden oder 10 Minuten Gastauftritt bei Stefan Raab?
Thilo: Das ist beides recht gruselig. Okay, ich lass mir den Frontzahn ziehen.

Mit welcher Figur von den Simpsons kannst du dich am ehesten identifizieren?
Thilo: Wie heißt noch mal der gelbe Dicke mit den drei Haaren?

Du nimmst an einem Schreib-Wettbewerb teil. Wähle über was du schreiben wirst: Das wundersame Leben des Tausendfüßlers Trombassadar, die bizarre Welt der Erdbeerkondome oder Wotumbu, der schreckliche Wüstling von Planet Soioxos.
Thilo: „Die bizarre Welt der Erdbeerkondome“, toller Titel! Darf ich dazu eine Geschichte schreiben? Bitte, bitte, das wäre genau mein Thema!

Was verstehst du unter Liebesglück?
Thilo: Meine Frau ansehen und wie ein kleiner Junge mit offenen, feuchten Augen staunen.

Die Schlange steht für Weisheit, der Bär für Kraft, und Thilo für…?
Thilo: … ein Sandkorn.

Erzähle uns von deiner Zeit als Bombenentschärfer.
Thilo: Irgendwann liegt die geballte Spezialität von hoch qualifizierten Bombenbauern vor einem anderen hoffentlich mindestens genauso klugen Menschen, der nun auch noch kaltblütig genug sein muss, um sich der Gefahr zu stellen. Wenn man vor so einem „Schätzchen“ steht und daran herum hantiert, geht man eine ganz persönliche Beziehung mit diesem ein. Man gibt der Bombe einen Namen, beschimpft und streichelt sie. Man ist mit ihr auf Leben und Tod verbunden. Und immer ist der Respekt vor dem Schöpfer dieser tödlichen Maschine mit dabei. Man versucht sich in diesen hineinzuversetzen, sucht zu verstehen, wie dieser gedacht hat. Nur so kann man selbst überleben.

Wann hast du letztmals eine Bombe platzen lassen?
Thilo: Ich bin schon seit rund fünf Jahren aus diesem Geschäft heraus und kein bisschen traurig darüber.

Was haben dich die Bomben gelehrt?
Thilo: Die Bombe, die du siehst, sieht auch Dich; nur sie ist zweifelsfrei deutlich schneller bei dir, als du dich wegbewegen kannst.

Welche Frau außer deiner eigen findest du bombenscharf?
Thilo: Nofretete.

Was in Deinem Leben ist noch zu mechanisch?
Thilo: Mein Gehirn?

Wann hattest du eine Schreibblockade?
Thilo: In der guten Küche, beim Zahnarzt und ab 180 km/h auf der Autobahn.

Was weiß fast niemand über dich?
Thilo: Wann ich das letzte Mal geweint habe.

Was wäre dir lieber: Nie mehr das Wort „ich“ sagen zu dürfen oder bei einer Operation versehentlich ein Ohr amputiert zu bekommen?
Thilo: Da gebe ich lieber das Ohr her. Ich will doch dem Operateur sagen können: ICH schneide dir jetzt beide Ohren ab!

König Alkohol: Ein guter Freund von dir oder nicht?
Thilo: Ich rauche nicht, ich trinke nicht, nehme keine Drogen. Nein, kein Freund also.

Stephen King hat viele seiner Bücher unter Einfluss von Alkohol und Kokain geschrieben. Was benötigst du beim Schreiben?
Thilo: Erdbeerkondome.

Bitte erzähle uns in sehr romantischen Sätzen von der ersten Begegnung mit deiner Frau.
Thilo: Wir hatten uns kennengelernt und waren 3 ½ Wochen später verheiratet, das war vor fast zwanzig Jahren. Es hatte also einfach gleich klick gemacht.

Wann bist du geizig?
Thilo: Immer dann, wenn ich dazu gedrängt werde, großzügig zu sein.

Ein Schamane spricht dich auf der Straße an. Er sagt zu dir, dass dir eine Operation am Kniegelenk bevorsteht, wenn du dich nicht mehr bewegst. Wie reagierst du?
Thilo: Ich schaue ihn sehr bedrohlich an, sage: „Lauf oder ich rupfe Dich!“ Das kann ich richtig gut, und der Schamane weiß das – er ist ja ein Medizinmann. Wenn er gleich wegrennt, laufe ich hinterher.

Weitere Informationen zu Thilo Voigt und seinen Büchern unter  www.amazon.de/-/e/B00GFM5TM6

 

 

 

 

„Mit James Bond könnte es schnell langweilig werden“

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Sabine DahindenName: Sabine Dahinden

Alter: 45

Beruf: Redaktorin/Moderatorin SRF

Zivilstand: verheiratet

Wohnort: Bern

Ungewöhnliche Information über mich: Bei mir leben drei Kater aus dem Entlebuch.

Du hast Herzprobleme und musst dich operieren lassen. Im Inselspital sagen die Ärzte, es sei eine einfache Operation und sie würden darum einen Assistenten operieren lassen. Wie reagierst du?
Sabine Dahinden: Da es sich um einen Assistenten aus dem Team meines Mannes Thierry Carrel handelt, der von ihm das Handwerk gelernt hat, habe ich Vertrauen.

Organspende: Hast du einen Ausweis oder nicht? 

Sabine: Ja – mit dem Vermerk, dass mein Partner im fraglichen Moment noch seine Einwilligung dazu geben muss.

Vervollständige den Satz: Als Päpstin würde ich… 

Sabine: … den Leuten sagen, dass sie einander tolerieren sollen, nicht ständig über einander lästern sollen, so sein dürfen, wie sie sind, lieben dürfen, wen sie wollen.

Edward Snowden ruft dich an. Er hat in Moskau gravierende Probleme mit Putin und seiner Regierung bekommen. Er bittet um ein Interview, das SRF später senden und weltweit verbreiten soll. Wie reagierst du?
Sabine: Ich mag es nicht, wenn einer Forderungen an mich stellt. Aber interessant zu machen wäre das Interview natürlich… Wir haben eine starke Hierarchie, deshalb bin ich froh, dass nicht ich das entscheiden muss, sondern mein Chef.

Was wäre dir lieber: Eine erotische Szene in einem James Bond Film zu spielen oder 3 Wochen lang bei einem Bauer Kartoffeln zu ernten?
Sabine: Wenn es ein netter Bauer ist: gerne Kartoffeln ernten! Bewegung tut mir gut, das Herumliegen mit James könnte schnell langweilig werden, denn er ist bestimmt sehr auf sich selber fixiert.

Was wäre dir lieber: Einen Flugzeug-Absturz leicht verletzt zu überleben oder mit einem Kannibalen 3 Tage im Dschungel zu verbringen?
Sabine: Die drei Tage mit dem Kannibalen im Dschungel wären bestimmt interessant. Ich würde ihn mit meiner Überredungskraft davon überzeugen, dass er es zu zweit mit mir bedeutend lustiger hat als wenn er mich isst.

Was wäre dir lieber: 3 Wochen in Vietnam nach einem verlorenen Schatz zu suchen oder 5 Tage in einem Rechtsmedizinischen Institut Leichen zu untersuchen?
Sabine: Drei Wochen in Vietnam stelle ich mir abenteuerlich vor! Den Schatz finden wir bestimmt!

Welche für dich wichtigen Werte vermisst du in der Schweiz?
Sabine: Die Schweiz scheint mir ein Land voller Erzieher und Korrigierer zu sein. Zu viele Leute vergleichen sich ständig mit anderen und werden dabei grün und blau vor Neid. Warum eigentlich? Toleranz würde uns gut stehen! Wer wirklich stark ist, muss nicht ständig die anderen und ihre Lebensweise kritisieren! Leben und leben lassen – das ist ein Glücksrezept.

Was wäre dir lieber: Ein dreistündiges Abendessen mit einem gefährlichen Mafiaboss zu erleben oder fünf Minuten nackt durch Zürich zu rennen?
Sabine: Die drei Stunden mit dem Mafiaboss wären -aus interviewtechnischer Sicht- bestimmt spannend, ich würde viel lernen.

Welches Gesetz hältst du nur selten oder gar nicht ein? 

Sabine: Ein ungeschriebenes Gesetz: dass man es den Leuten recht machen soll. Ich lebe stattdessen so, wie ich es selber für richtig halte.

Weitere Informationen zur Sommerserie „Dahinden am Berg“ unter www.srf.ch/sendungen/dahinden-am-berg

 

 

„Wir sind beide scharf“

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Fakir RodaniName: Beat Bürgler, Fakir Rodani

Alter: 57

Beruf: Logistiker

Zivilstand: Verheiratet

Wohnort: Illgau

Ungewöhnliche Information über mich: Ich habe mich einmal mit Latein beschäftigt und wollte Prediger werden.

Was würdest du niemals schlucken?
Beat: Rasierapparate.

Erzähle uns von deinem verrücktesten Auftritt.
Beat: Wegen eines defekten Bühnenbodens bin ich mit Petrol im Mund gestolpert und habe auf der Bühne gebrannt.

Hexe Zixazabras taucht unerwartet bei dir auf. Sie schlägt dir einen Deal vor: Sie nimmt dich zum lieben Drachen Firespots mit, wenn du nie wieder die Kirche in Illgau betrittst. Deal?
Beat: Auf diesen Deal kann ich nicht eingehen, da ich diesen Drachen weder kenne noch jemals gesehen habe.

Worauf könntest du die nächsten 10 Jahre lang am ehesten verzichten: Bier, Fleisch oder Fernseher?
Beat: Auf den Fernseher, da mich die Werbespots immer wieder gewaltig nerven.

Diesen Traum möchtest du unbedingt realisieren.
Beat: Vielleicht ein Beduinenzelt mit vielen schönen Tänzerinnen.

Wie viele Affären hast du deiner Frau verschwiegen?
Beat: 1001.

Wärest du ein Adventskalender, welche Überraschung könnten wir am 24. Dezember von dir erwarten?
Beat: Einen Gugelhopf mit warmer Vanillesauce.

Beschreiben dein Liebesleben mit einer Twitter-Meldung (140 Zeichen).
Beat: Ein Leben ohne die Liebe ist verlorenes Glück und glücklich ist der Liebende in seinem Leben.

Du darfst in einem Schweizer Gefängnis eine 30-minütige Rede halten. Was sagst du zu den Insassen?
Beat: Ich durfte vor etwa fünf Jahren einmal im Gefängnis in Gorgier am Neuenburgersee zwei Shows den Insassen zum Besten geben. Diese einfache Weihnachtsfeier bei den Häftlingen war gewaltig und für sie und mich unvergesslich.

Erzähle uns von deinem sechsten Sinn.
Beat: Mein sechster Sinn sagt mir, dass ich von mir nicht zuviel verraten soll.

Du wachst betrunken in einem Zürcher Club auf. Du bist gefesselt. Auf deiner Schulter steht ein Papagei, der ununterbrochen schreit: »Feuerwehrmann!« Was ist passiert?
Beat: Wahrscheinlich habe ich in diesem Club zuviel getrunken und bin umgefallen. Die Crew hat mich an einen Tisch gefesselt und als Sicherheit einen ebenfalls betrunkenen Papagei auf die Schulter gesetzt.

Wähle: 1 Monat im Frauenkloster Muotathal leben, 3 Monate Bussen für die Polizei schreiben oder 2 Monate im Durchgangszentrum Grünenwald helfen.
Beat: 1 Monat im Frauenkloster Muotathal leben, da gibt es sicher viel angenehmen Besuch und gutes Essen.

Wohin führt dich die Reise deines Lebens?
Beat: Wahrscheinlich auch einmal ins Altersheim.

Ein obdachloses Kind steht vor deiner Tür und fragt dich, ob du ihm etwas zu essen gibst. Wie reagierst du?
Beat: Ich gebe ihn sofort etwas zu essen und öffne die Tür zur warmen Wohnung.

Was tust du jeden Advent?
Beat: Die Terrasse mit Lichterketten schmücken.

Wen würdest du gerne innig küssen?
Beat: Ich küsse sehr gerne, leidenschaftlich und innig. Küssen ist deshalb auch die angenehmste Art, der Frau den Mund zu stopfen.

Was wäre dir lieber: Eine Woche lang mit der Mafia aus China in Peking unterwegs zu sein oder in einen Zug einzusteigen und nie wieder zurück in die Schweiz kommen zu dürfen?
Beat: Ich reise sehr gerne und komme auch sehr gerne wieder in die Schweiz zurück, deshalb möchte ich lieber mit der Mafia Peking besichtigen.

Was fragen dich viele Menschen nach einer Show?
Beat: Wie kommen jetzt die Rasierklingen wieder heraus?

Wann hast du letztmals demonstrativ geschwiegen?
Beat: Vor zweieinhalb Wochen als ich allein auf einer Wanderung war.

Was haben Rasierklingen und du gemeinsam?
Beat: Wir sind beide scharf.

Was war das nervigste Weihnachtsgeschenk, das du je erhalten hast?
Einen gravierten Löffel auf einer Schoggi.

Weitere Informationen zu Fakir Rodani unter www.fakir.ch.